Neues in Exchange 2010

Heute will ich euch mal ein wenig neugierig machen auf Exchange 2010 und einige der neuen Features auflisten die der neue Exchange Server mitbringt:


  1. Database Availability Group: Datenbanken können wie bei Exchange 2007 durch kopieren der Datenbanken bzw. der Transaktionsprotokolle auf mehreren Servern verfügbar gemacht werden. Bei Exchange 2007 waren das 2 Server mit der Mailboxrolle, jetzt sind es bis zu 16 Server mit der Mailboxrolle. Leider wird wegen der Verwendung des Clusterservices noch immer eine Enterprise-Edition von Windows Server 2008 benötigt.
  2. Installation von Hub-Transport auf Servern mit geclusterter (DAG) Mailboxrolle: Hub – Transport und CAS-Server können jetzt auf Servern mit der geclusterten Mailboxrolle installiert werden. Für eine (relativ) hochverfügbare Lösung brauche ich also statt 4 nur noch mindestens 2 Server
  3. Integriertes RMS in Hub-Transport-Rolle: In der Hub-Transport – Rolle ist RMS integriert. Emails sind per Regeln RMS-verschlüsselbar! Coole Sache um “versehentliches” weiterleiten zu vermeiden und Dokumente besser zu schützen.
  4. Überarbeitetes Rollenkonzept, Rechtevergabe granular möglich: im neuen Exchange ist das anlegen von mehr Rollen leicht möglich. Zudem können OU´s bzw. andere “Scopes” eingestellt werden. Die Verwaltung von Exchange ist dann wahlweise über die Remote Power Shell, eine 64-Bit Management-Shell oder über das Administrationsinterface in Owa möglich
  5. Verwaltete Verteilerlisten: Verteilerlisten können jetzt “managebar” angelegt werden. Das bedeutet das Ein und Austritte von Benutzern oder geschriebene Beiträge von einem oder mehreren Administratoren der Gruppe freigegeben werden.
  6. Outlook Web Access Administrationsinterface: Im neuen Owa ist ein Administrationsinterface eingebaut. Hier kann man z.B. der Personalabteilung die Möglichkeit geben Benutzer anzulegen oder der Sekretärin um bestimmte Einträge zu betreuen wie die Abteilung o.ä.
  7. Mehr Performance: von Exchange 2007 zu Exchange 2010 wurde die Ese-Engine nochmals komplett überarbeitet. die Performance-Steigerung sollte nochmals etwa 65% gegenüber Exchange 2007 betragen. Eine Installation der Mailboxdatenbanken auf preisgünstigen Sata-Festplatten (in Verbindung mit DAG) ist damit ohne weiteres möglich.
  8. keine Storage Group mehr: Es gibt keine Storage Groups mehr. Die Datenbanknamen müssen in der Organisation eindeutig sein und können auf jedem Server gemountet werden.
  9. Suchfolder und Favoriten in Owa: Wer viele Emails erhält kennt sicher die Suchfolder, mit denen Ansichten auf Ordner erstellt werden können. Diese Suchordner sind nun ebenso wie die Favoriten auch in Outlook Web Access vorhanden
  10. Neue Ansichten in Owa: in den Owa Kalender können nun auch wie in Outlook 2007 die Kalender “Side-by-Side” betrachtet werden. Außerdem gibt es den neuen Conversation View, der eine Unterhaltung einfacher lesbar darstellt.
  11. SMS über OWA: Wer ein Mobiltelefon angebunden hat kann nun SMS über Owa verschicken. Das Mobiltelefon Syncronisiert die SMS vom Exchange wie eine Email und versendet diese dann.
  12. AdministratorAudit Logging: Alle Administrativen Tätigkeiten können nun geloggt werden. Es kann dann jederzeit nachvollzogen werden welcher Administrator was eingestellt hat.
  13. Online-Defragmentierung als laufender Prozeß: Keine nächtliche Onlinedefragmentierung mehr. Die Defragmentierung der Exchange-Datenbank findet nun laufend als Hintergrundprozeß mit niedriger Priorität statt.
  14. Ein Assistent für die Zertifikatsanforderung: Microsoft hat einen Assistenten für die Zertifikatsanforderung in Exchange 2010 hinzugefügt. Damit lassen sich hoffentlich viele Probleme bei der Zertifikatsanforderung (häufig kommen dazu fragen in der Newsgroup) erschlagen.

Das sind meine persönlichen Highlights aus Exchange 2010. Vielleicht habt ihr noch ein paar andere? Spontan fallen mit noch Mailtipps und Verfügbarkeitsanzeige ein.


Viele Grüße


 


Walter Steinsdorfer

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