Exchange und OL–Autodiscover

Autodiscover und Frei / Gebucht-Zeiten hängen eng miteinander zusammen. Outlook 2003 holt sich die Frei/Gebucht Zeiten noch aus den Öffentlichen Ordnern, die von den Clients (Outlook) dort hinterlegt werden. In Outlook kann die Dauer der Publizierung eingestellt werden.

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Getroffene Einstellung unter Optionen, Kalenderoptionen, Frei/Gebucht-Optionen

Alle anderen Outlook-Clients bedienen sich dann dieser Frei / Gebucht –Zeiten. Gerade bei der Veröffentlichung in mehreren Öffentlichen Ordnern ist dieses Verfahren jedoch Fehleranfällig, da Outlook nur alle 15 Minuten die Daten aktualisiert (defaultwert ist 60 Minuten) und eine Replikation zwischen Öffentlichen Ordnern mindestens 15 Minuten benötigt. Unter Exchange 2010 Sp1 funktioniert das in Verbindung mit Outlook ab Version 2007 nicht mehr so, hier wird der „Microsoft Exchange Availability Service/ Verfügbarkeitsdienst“ verwendet.

Welche Version auf welchen Dienst zugreift hat Microsoft in einer Tabelle unter folgendem Link dargestellt:

Methods Used to Retrieve Free/Busy Information

http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb232134.aspx

Der Zugriff auf die Frei / Gebucht – Zeiten aus Outlook 2007/2010 – Sicht ist etwas komplexer, aber deutlich stabiler und eher „echtzeitorientiert“ wie unter den Vorgängerversionen, vgl. Tabelle:

Improvements Over Exchange 2003 Free/Busy

http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb232134.aspx

Wie hängen Autodiscover und Frei / Gebucht zusammen?

Outlook ab Version 2007 und OWA ab Exchange 2007 verwenden eine mit Exchange 2007 eingeführte Technologie um eine (mehr oder weniger) Automatische Konfiguration von verschiedenen Clients zu ermöglichen. Verschiedene durch die Exchange – Umgebung angebotenen Dienste werden dabei über „interne“ und „externe“ Urls erreichbar gemacht und über die Autodiscover – Funktion veröffentlicht. Die Autodiscover-Funktion hinterlegt auf den Servern mit der Client Access- Rolle eine Autodiscover.xml:

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Die Autodiscover-Datei ist über eine virtuelle Site im Exchange – Server erreichbar:

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Hat man einen Loadbalancer für den Zugriff auf die Autodiscover Url, so ist der Zugriff über den Loadbalancer (Eintrag eines A-Eintrages auf die IP  des Loadbalancers notwendig) möglich.

Outlook kann die Informationen, wo eine Autodiscover – Datei bereitliegt auf unterschiedliche Arten bekommen:

1) Die Exchange-Server mit einer installierten Client-Access-Rolle werden im Active Directory hinterlegt (das passiert automatisch).

 

In diesem Fall bekommt der Client (Outlook) eine Liste aller Client – Access – Server mit installiertem Autodiscover virtuell Directory zurück und versucht die Autodiscover.xml von einem der Server zu beziehen. Das funktionert allerdings nur wenn der Computer und die sich anmeldende Person ein Konto im gleichen Active Directory Forest haben. Ansonsten versucht Outlook ab Version 2007 verschiedene Urls aufzulösen, die auf einen der CAS-Server zeigen müssen. Am gängisten ist wahrscheinlich die Methode, in jeder Domäne für die es „Haupt“-Emailadressen (die Suche beim Einrichten eines Profils beginnt mit der Emaildomäne des Anwenders) gibt den Eintrag „autodiscover.meinedomäne.de“ auf einen der CAS-Server zeigen zu lassen (bzw. auf das ClientAccessArray / den Hardwareloadbalancer).

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Diese Methode wird beispielsweise von Mobilfunkgeräten genutzt die sich nicht innerhalb der Domäne befinden, aber auch Outlook 2010 kann das anwenden.

Und was steht da drin in der Autodiscover-Datei?

Das kann man mit einem installierten Outlook 2010 relativ leicht beantworten. Einfach Shift+Strg festhalten und mit der Linken Maustaste auf „Email-Autokonfiguration testen“ klicken.

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Wie man sieht bekommt Outlook URLs zurück die auf die verschiedenen Dienste zeigen, eine davon ist die URL für den Verfügbarkeitsdienst. Dabei wird immer die Konfiguration ermittelt, die für den Anwender relevant ist. Das bemisst sich nach der Active – Directory Site in der die Mailbox! des Anwenders liegt.

Die Frei / Gebucht URL

Lt. dem folgenden Artikel von Microsoft soll die Frei/Gebucht Url auf einen CAS-Server direkt, nicht auf das Array zeigen. Das muß innerhalb der Exchange-Webservices entsprechend hinterlegt werden:

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Technet siehe

http://technet.microsoft.com/en-us/library/aa997237.aspx

Note:

If you have a set of load balanced Client Access servers, you don’t have to specify the name of each server when you run this command. You only need to use the name of one of the servers in the set of load balanced servers.

Viele Grüße

 

Walter Steinsdorfer

One thought on “Exchange und OL–Autodiscover”

  1. Super erklärt !
    Vorallem hat ich beim lesen den “aha”-Effekt warum ich bei einem speziellen Kunden Problem hatte.
    Danke !

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