Digital Pharma Konferenz

Digital Pharma Wie einige vielleicht schon wissen arbeite ich bei einer mittelständischen Pharmafirma. Im Pharmabereich ist so einiges “genauer” in der IT. Um die Sicherheit der Medikamente zu gewährleisten muß eine Menge getan werden. Sämtliche Geräte, darunter fallen auch Computer die für die Produktion oder die Qualitätskontrolle eingesetzt werden müssen regelmäßig qualifiziert werden. Änderungen in diesem Bereich müssen durch ein Change-Control – Verfahren, Risiken müssen mit Risikoanalysen begrenzt werden. Die Dokumentation und Nachvollziehbarkeit wird hier sehr hoch gehalten. Wer nach ITIL arbeitet dem wird das bekannt vorkommen, in den “Good Automated Manufacturing Practice” – Guidlines für die Pharmaindustrie werden Ähnliche, meistens etwas weitergehende Maßstäbe gesetzt.

Am 10.02.2009 fand in Wiesbaden der Digital Pharma und Lifescience Kongreß mit vielen interessanten Vorträgen statt. Eines der Hauptthemen war der Einsatz von Sharepoint als Zentrales Dokumentenmanagement-System. Bei einer Umfrage des Veranstalters (Microsoft) ergaben sich deutliche Tendenzen weg von Dokumentum zu Sharepoint. Wir selbst setzen Sharepoint seit Version 2.0 (wir sind natürlich auf der aktuellsten Version!) sehr erfolgreich ein. Obwohl nur ca. 150 Mitarbeiter mit Sharepoint arbeiten haben wir bereits mehr als 123.000 Dokumente in Sharepoint. Bei der Anzahl von Dokumenten pro Mitarbeitern ist das aus meiner Sicht ein echter Erfolg. Gleichzeitig konnten wir das Wachstum der Exchange-Datenbanken, welches vor allem durch die Versendung von verschiedenen Dokumentenversionen entstanden ist stark eindämmen (Ein Mitarbeiter versendet ein Dokument an 10 weitere, diese machen alle Anmerkungen die der Ersteller einarbeitet und wiederum an alle 10 versendet, diese machen wieder alle Anmerkungen zu den Anmerkungen…). Im Sharepoint sieht jeder immer die aktuellste Version eines Dokuments (sofern er die nötigen Rechte darauf hat). Auch das bauen von Workflows mit Freigaben etc. ist ohne weiteres möglich, mit Hilfe des Sharepoint-Designers gelingt das sogar “nicht”-Programmiereren wie mir. 

Als Fazit der vergangenen Jahre kann ich nur anmerken das, wenn Sharepoint einmal eingeführt ist bei den Mitarbeitern sehr gut ankommt und man sich vor Sharepoint-Projekten kaum noch retten kann. Wir müssen jedenfalls, genauso wie der Vertreter von Sanofi-Aventis auch berichtete nicht mehr viel Werbung für den Sharepoint machen.

Viele Grüße

Walter Steinsdorfer

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